Am 10. Juli 2015 publizierte 20minuten nachfolgenden Artikel, in welchem der Pro-Natura-Politiker Johannes Jenny fordert, das herrenlose Büsis getötet werden sollen, da sie Vögel und Reptilien jagen. Hauskatzen sollen eingesperrt werden.

Hier gehts zum Artikel:
www.20min.ch/schweiz/news/story/Naturschuetzer-will-streunende-Katzen-toeten-21201244 

STELLUNGNAHME DES ATs zum Vorstoss von Johannes Jenny

Der ATs ist schockiert und perplex über die Aussagen des Geschäftsführers von Pro Natura. Von einem lösungsorientierten Politiker erwarten wir konstruktive, realistische und angemessene Aussagen und Handlungen. Überdies sollte er in seiner Tätigkeit rund um die Natur um einiges besser informiert sein, als er es offenbar ist. Sein Vorstoss entbehrt nämlich jeglichem Naturverständnis und jeglichem Basiswissen über die Situation der Katzenpopulationen im Aargau und der Schweiz. Gerade der ATs weiss, dass es in der Tat herrenlose Katzen gibt. Deswegen setzen wir uns auch mit aller Vehemenz für die sinnvollen Kastrationsaktionen ein. Jährlich lassen wir 1500 -2000 Katzen kastrieren und tierärztlich versorgen auf eigene Kosten in Zusammenarbeit mit den Tierärzten. Diverse andere Tierschutzorganisationen tun dies auch, ebenso Privatpersonen. Leider setzt sich aus unserer Sicht der Kanton viel zuwenig ein bezüglich dieser Situation. Aus Spargründen ist der Kanton froh, dass Organisationen wie wir diese Arbeit übernehmen, es reicht aber nirgends hin. Gerade die Sensibilisierungsarbeit bei den Bauern und ländlichen Bewohnern ist sehr wichtig und braucht Zeit und Geld. Nach wie vor verhindern Vorurteile gegenüber dem Kastrieren diese notwendige Aktion. Stattdessen fordert Herr Jenny den Abschuss dieser Tiere. Statt polemischer Aussagen wie „Katzen seien nicht tierschutzkonform“ zu äussern, sollte sich Herr Jenny mit der tatsächlichen Situation auseinandersetzen und sich mit uns in einem Boot beim Kanton stark machen. Die dumme Aussage, dass Hauskatzen qualvoll andere Lebewesen töten, kommentieren wir nicht, sondern schicken Herrn Jenny gerne mal in die Wildnis Afrikas. Vielleicht bekommt er da einen Basiskurs in tierischem Leben. Da er selber den Begriff tierschutzkonform benützt, stellen wir zudem fest, dass sein Vorschlag, Hauskatzen einzusperren, jeglichem Tierschutz widerspricht. 

 

13. Juli 2015