Erinnern Sie sich noch an Marko? Mehrere Wochen eingesperrt und sich selber überlassen: Im Mitteilungsblatt 2007 – 1 haben wir über Marko, den Malinois Rüden, berichtet. Er war 38 Tage ohne Futter im Badezimmer von seinem damaligen Besitzer eingesperrt worden. Als er am 22. Januar 07durch die Polizei zu uns ins Tierheim gebracht wurde, wog er gerade noch 17 Kilo. Aber er hat überlebt! Inzwischen ist viel passiert, Marko hat sich erholt und sein Besitzer wurde verurteilt.

Wie ist es Marko ergangen?

Der Malinois bekam bei seiner Züchterin viel Zeit und Aufmerksamkeit, um sich zu erholen. Unter tierärztlicher Aufsicht wurde er wieder aufgepäppelt und bis zum Herbst hatte er sein  normales Körpergewicht von 34 Kilo wieder erreicht. Allerdings braucht er noch immer Medikamente, denn sein Magen hat sich noch nicht vollständig erholt.

Im Herbst 07 hat sich dann die Züchterin nach neuen Besitzern für Marko umgeschaut. Und zwar sollten es Leute sein, die ihn nicht aus Mitleid zu sich nehmen wollten, sondern sich mit der Rasse auskennen und ihm so auch gerecht werden können. Inzwischen hat er sein neues Zuhause bei einem Ehepaar und einer acht Jahre alten Mischlingshündin erhalten. Er hatte Zeit sich an seine neue Familie zu gewöhnen und ist im Dezember 07 mit seinen neuen Besitzern und Hundefreundin nach Hongkong ausgewandert. Dort lebt er nun auf einer Nachbarinsel von Hongkong in einem grösseren, autofreien Dorf im Grünen. Es gibt kilometer-lange Wanderwege viele Spazier- und Bademöglichkeiten. Es geht im blendend, wie man es auch auf den Fotos unschwer feststellen kann. Ein Happy End für Marko!

 

Und das Urteil vom ehemaligen Besitzer?

Der Besitzer wurde am 19.Dezember 07 vor Gericht verurteilt: Er wurde der vorsätzlichen Tierquälerei für schuldig gesprochen und erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf zwei Jahre Bewährung. Er darf sich absolut nichts mehr zu Schulden kommen lassen, sonst wird er die Gefängnisstrafe absitzen müssen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 24`000 Franken und eine Busse von 2`000 Franken gefordert.

Wir sind vom Urteil enttäuscht und doch sind wir uns bewusst, dass wohl vor einigen Jahren das Urteil noch milder ausgefallen wäre…